Project Description

HANDELSZENTRUM 16
Beispiel Universalzentrum Bergheim

 

Bauteil 2

typ: adaptive reuse
client: Handelszentrum16
location: Bergheim, Salzburg
time: 2020
size: 6500 m²

Die extreme Höhe und Weite der großindustriellen Lagerhalle bietet die Möglichkeit, im Inneren eine vielgestaltige eigene Welt erstehen zu lassen. Drei Bäume, umfasst von gläsernen Atrien, verbinden den Boden mit dem offenen Himmel. Auf drei Ebenen erheben sich verschiedene Plattformen, gesondert von offenem Raum, in dem sich Blicke horizontal und vertikal kreuzen. Die angestrebte Vielfalt der Nutzungen wird in der Vielfalt an Treppen, Podien, Zonierungen und Möblierungen erlebbar. Luftige Vorhänge demonstrieren die räumliche Verbindung zwischen Boden und Dach. Gastronomie, Sport, Event, Werkstatt, Ausstellung, Studio und Shops durchmischen die Bürozonen. Dabei entsteht ein dreidimensionales Gesamtbild, das dem jüngsten Trend des “New Work” und der “Coworking-Spaces” entgegenkommt – jenes neuen Typus eines Erlebnisbüros, in dem möglichst nichts mehr an ein herkömmliches Büro erinnern soll.

Die Vielgestaltigkeit der räumlichen Elemente ermöglicht so viel Flexibilität, wie sie für die Vielfalt und Variabilität künftiger Nutzungen notwendig ist. Die Büros werden nicht wie üblich von Stockwerken  getrennt und gestapelt, sondern von Freiräumen dreidimensional verknüpft.  Diversität erlebbar zu machen ist für smartvoll Architekten der wesentliche Ansatzpunkt, wenn es darum geht, tote Kuben in vitale Zentren zu transformieren. Worte wie “Kommunikations-Kaskade, Grüne Insel, Terrasse, Bistro, Atrium, Kaffee-Tankstelle und Raum für Schönes” formulieren auf den Entwurfsplänen die von den Architekten angezielte Atmosphäre, Kultur und Identität des neuen Orts.

AFTER

Smartvoll Architekten designen Interventionen. Es sind zu gleichen Teilen ökologische, bauliche und gesellschaftliche Interventionen in Bestehendes. Sie bewehren sich am größten Widerstand, an Betonklötzen und Industriebrachen. Weil das Nichtbauen die höchste Stufe von Nachhaltigkeit ist, folgen sie dem Prinzip der Minimierung von Eingriffen. Diese zielen auf den Effekt, durch Setzung einer neuen kulturellen Identität eine soziale Sogwirkung in Gang zu setzen. Einen Prozess, der Peripherie zum Zentrum macht, Räume für Roboter in Räume für Menschen verwandelt und tote Zonen zu neuem Leben erweckt. Mit ihrer Methode der Minimalinvasiven Transformation haben smartvoll Architekten in Bergheim ein weiteres Beispiel geliefert, wie ihre Vision einer nachhaltigen Zukunft der Architektur realisierbar ist. Aus dem Zentrallager von Universal ist ein Zentrum universaler Entfaltungsräume geworden.